Kurt Cobain

Kurt Donald Cobain wurde am 20. Februar 1967 in Aberdeen, Washington, USA, geboren.

Seine Eltern ließen sich scheiden, als Kurt Cobain acht Jahre alt war. Das Kind wurde zwischen seinen Eltern hin und hergeschoben und erlebte im frühen Jugendalter den Selbstmord zweier Onkel.

Kurz vor Abschluss der Highschool verließ Cobain die Schule, worauf er von seiner Mutter auf die Straße gesetzt wurde. Cobain lernte in dieser Zeit Krist Novoselic kennen, mit dem er eine Band gründete.

1988 benannte Cobain seine Band nach einigen Namensänderungen in „Nirvana“ um. Jack Endino war von Cobain beeindruckt und nahm „Nirvana“ bei seinem neu gegründeten Label „Sub Pop“ unter Vertrag. Im gleichen Jahr erschien die erste Single Love Buzz/Big Cheese und der Radiosender KCMU spielte zum ersten Mal einen Song von Nirvana - Floyd the Barber.

Mitte 1989 kam das erste „Nirvana“-Album mit dem Titel „Bleach“ auf den Markt. Der Erfolg blieb mäßig und die Platte wurde lediglich in den Alternative Charts notiert. Auf Tourneen verbreitete „Nirvana“ den Grunge und inspirierte Bands wie „Screaming Trees“ oder „Soundgarden“. Cobain und Novoselic stellten nach einigen Drummer-Wechseln Dave Grohl ein, der bis zur Auflösung von „Nirvana“ dabeiblieb.

Im April 1991 unterschrieb die Band offiziell beim Major-Label „Geffen Records“ einen Vertrag. „Nirvana“ begann mit den Aufnahmen zum Album Nevermind.

Als „Nevermind“ ein halbes Jahr später erschien, erregte es großes Aufsehen im bisherige Musikbizz.
Das Album verdrängte im Januar 1992 Michael Jacksons Dangerous“ von Platz eins der Billboard Charts und verkaufte sich über 10 Millionen Mal. Die Single-Auskopplung „Smells Like Teen Spirit“ wurde zur Jugendhymne und Cobain stieg zum geistigen Führer der Grunge-Bewegung auf. In einem Club in Los Angeles traf er Courtney Love von der Band „Hole“ wieder, die er bereits 1989 kennengelernt hatte.

Im Februar 1992 heirateten Cobain und Courtney Love auf Hawaii. Aus dieser Verbindung ging Tochter Frances Bean Cobain hervor. Gegen Jahresende 1992 kam das dritte „Nirvana“-Album „Incesticide“ auf den Markt.

Mittlerweile litt Cobain an psychischen Problemen, die sich immer mehr verschärften. Der Druck des Labels und der plötzliche Ruhm waren zu viel für ihn. Mit Heroin verschaffte er sich den vermeintlichen Ausgleich. Der Musiker sprach in dieser Zeit häufig von Selbstmord, seine Gesundheit war angeschlagen und die Drogenprobleme verschlimmerten sich.

Nichtsdestotrotz nahm „Nirvana“ im Februar 1993 das vierte Album auf. Der Arbeitstitel lautete: I hate myself and I want to die. Das Album wurde im September 1993 unter dem Namen „In Utero“ veröffentlicht. Es erreicht auf Anhieb Platz eins in den Charts.

Am 18. November 1993 spielte Nirvana eine Unplugged-Session in New York für MTV.

Im März 1994 unternahm Cobain einen ersten Selbstmordversuch. Er schluckt eine Überdosis aus Champagner und Rohypnol. Dies bescherte ihm anschließend einen Aufenthalt in der Klinik Exodus Recovery Center in Los Angeles.

Kurt Cobain floh jedoch aus der Klinik, spritzte sich eine Überdosis Heroin und erschoss sich. Als er am 14. April 1994 beigesetzt wurde, war der Star bereits zur Legende geworden, der in einem Atemzug mit verstorbenen Musikern wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und Brian Jones („Rolling Stones“ genannt wird.

Bis heute verweigern die Behörden in Seattle eine offizielle Grabstätte. Sie fürchten ähnliche Zustände wie am Pariser Grab des „Doors“-Sängers James Douglas Morrison. Die Garage, in der sich Kurt Cobain erschoss, wurde abgerissen.